Henrik

Szántó

Schreiben

Ein erster Eindruck

Henrik Szántó ist halb Ungar, halb Finne und lebt als Schriftsteller, Spoken Word-Künstler und Workshopleiter in Hannover. Im Zuge seiner Arbeit beschäftigt er sich am liebsten mit Mehrsprachigkeit, kultureller Vielfalt und den dem Erzählen von Geschichten.

Ein zweiter Eindruck

Selbst aufgewachsen im Spannungsfeld der Mehrsprachigkeit, bewegte Szántó sich früh zwischen den Kulturen. Die damit verbundene Neugier für Sprache und ihre Facetten mündete in der Berufswahl.

Szántó schreibt für Augen und Ohren. Die Werkzeuge, Prinzipien und Möglichkeiten des Schreibens von gehörten Texten, insbesondere Spoken Word, bilden den Kern seiner Workshoparbeit. Viele seiner Texte behandeln das Finnische und das Ungarische – insbesondere, wenn es zusammentrifft.

Auftritte

Szántó ist vielfach ausgezeichneter Poetry Slam-Meister in den Kategorien Einzel und Team und bespielt die Bühnen des gesamtdeutschsprachigen Raumes. Hinzu kommt literarische Schnittstellenarbeit, etwa in Form von erinnerndem Schreiben hinsichtlich der Shoah und der Zeit des NS gemeinsam mit dem Anne Frank Zentrum und dem ZeitZentrum Zivilcourage und der Workshopgestaltung und dem Verfassen von Auftragstexten anlässlich der Aufführung von Konzerten und Opern für das Wiener Konzerthaus und die Berliner Philharmoniker.

Workshops für SchülerInnen

Szántó gibt Workshops an Schulen, Universitäten und Bildungseinrichtungen. Zu den Teilnehmenden gehören Menschen mit Deutsch als Fremdsprache, Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Im Zentrum stehen die Stärkung des Vertrauens in die eigene Sprache, die Erarbeitung verschiedener Zugänge und die Freude am eigenen Ausdruck. Denn: Alle dürfen, niemand muss.

Fortbildungen für LEhrende

Eine offene Welt ist eine vielsprachige Welt. Vor diesem Hintergrund bedarf es insbesondere an Schulen der Sensibilität und Bereitschaft, eine Zweit- oder Drittsprache als Gewinn zu betrachten und nicht als Hürde.

Henrik
Szántó
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Eine Schülerin, seit der ersten Minute davon überzeugt, nicht einen kreativen Knochen im Körper zu tragen, beendete ihren Vormittag mit einem Text aus der Sicht eines Stinktieres, das sich in einer Parfümerie bewirbt.

Der Deutschunterricht fordert viele Opfer und die Freude am Text verlässt uns früh. Zum Glück ist die Freude nur verschüttet und es ist möglich, sie durch spielerischen Umgang mit Sprache wieder zu Tage zu fördern.

Womöglich bleibt der Gruppe sogar ein geflügeltes Wort, eines, das nur sie verwenden, wenn sie sich fein fühlen. Wie ein Stinktier in der Parfümerie.